Denken

Gründer hält Vortrag über das Geschäft mit Plattformen und Disruption

Grafik zur digitalen Transformation

Unser Gründer und CEO, Erich Joachimsthaler, hielt kürzlich einen Vortrag über Trends, das Geschäft mit Plattformen und Disruption für Fossil. Von der Unterscheidung zwischen der Welt der Wände und der Welt des Webs bis hin zu der Frage, was wir meinen, wenn wir von Disruption sprechen, gab Erich Einblicke, wie man innovativ sein kann, um in der heutigen Plattformökonomie erfolgreich zu sein. Unten sind einige Highlights:

Die 3 Epochen der Konnektivität

Die erste Ära stand ganz im Zeichen der Information, mit der Entstehung des Internets, der Google-Suche und des elektronischen Handels. Die zweite Ära brachte Verbindungen zwischen Menschen durch digitalisierte Beziehungen mit sich, die durch soziale Medien und Mobiltelefone erleichtert wurden. Jetzt befinden wir uns in der Ära, in der alles miteinander verbunden ist - das Internet der Dinge, die Blockchain, 5G, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sind dabei, zur Reife zu gelangen. Und noch nie zuvor haben sich alle diese wichtigen Technologien gleichzeitig in einem solchen Tempo weiterentwickelt.

Von einer Welt der Mauern zu einer Welt der Netze

In den letzten 100 Jahren haben wir in einer Welt der Mauern gelebt. In dieser Welt dreht sich der Wettbewerb um das Geschäft der besseren, schnelleren und billigeren Produktion. Es ist ein ständiger Kreislauf aus Entwerfen, Herstellen, Verkaufen, Verwenden und Wiederverwenden. Die Kunden stehen am Ende der traditionellen Lieferkette. Aber in der Welt des Internets schafft die Super-Disruption exponentielles Wachstum für Unternehmen. Wenn ein Unternehmen oder eine Marke alle Möglichkeiten kollektiv betrachtet und den durch Interaktionen geschaffenen Wert nutzt, kann es bzw. sie von dieser Neuausrichtung stark profitieren. Die Verbraucher werden zu aktiven Wertschöpfern, und in dieser Welt gewinnen Sie Wettbewerbsvorteile im digitalen Raum. Diese Verlagerung führt letztlich von einer Welt der Transaktionen zu einer Welt der Interaktionen.

Leitlinien für den Wettbewerb in der Ära der Disruption

Es gibt vier Hauptprinzipien, die zu beachten sind, wenn man in der modernen Welt konkurrieren will - der Welt der Unterbrechung, die durch die Konnektivität von allem gekennzeichnet ist.

1 - Konkurrieren Sie frontal

So wie man vor einem Bären nicht davonlaufen kann, kann man auch vor einer Störung nicht davonlaufen. Target ist ein gutes Beispiel für dieses Prinzip, denn das Unternehmen hat investiert, um seinen Vorteil gegenüber Amazon auszubauen - die Präsenz in den Geschäften und die Nähe zum Verbraucher. Außerdem hat das Unternehmen durch exklusive Marken einen Mehrwert geschaffen und ist auf dem besten Weg, den Disruptor mit seinen eigenen Waffen zu schlagen - in diesem Fall Amazon und seine extreme Bequemlichkeit. Target baut Online-/Offline-Interaktionen auf, indem es zum Online-Stöbern, aber zum Kauf im Geschäft ermutigt.

2 - Neue Wege der Wertschöpfung aufzeigen

Eine weitere Fallstudie - Best Buy verkörpert dieses Prinzip, da das Unternehmen mit Amazon und Target konkurriert, obwohl es seit geraumer Zeit ein veraltetes Geschäftsmodell hat. Daher nutzt das Unternehmen seinen Vorteil, indem es nicht nur die Abholung von Online-Bestellungen im Geschäft anbietet, sondern auch in angrenzende Bereiche investiert, z. B. im Gesundheitswesen. Außerdem löst das Unternehmen mit seinem Geek Squad, das den Kunden bei technischen Problemen hilft, wichtige Verbraucherprobleme, die andere Anbieter nicht lösen können.

3 - Interaktivität schaffen, die die Marke stärkt

Die vielen verschiedenen Möglichkeiten, dieses Prinzip umzusetzen, zeigen sich in der Entwicklung der Marke Burberry. Zunächst kehrte Burberry zu seiner Marke zurück, indem es kommunizierte, was es nicht ist - es ist kein Unternehmen, das Trenchcoats herstellt, sondern es geht um alles, was britisch ist, von Kunst und Unterhaltung bis hin zum britischen Königshaus. Das Unternehmen hat sich auch die Mentalität der Millennials zu eigen gemacht - obwohl die ideale Zielgruppe die vornehme Dame mit der Handtasche zu sein scheint, die "Mittagessen geht", sind es stattdessen die Millennials. Drittens: Burberry hat den Luxus demokratisiert. Dies wird am besten durch ein Zitat der ehemaligen CEO von Burberry, Angela Ahrendts, verdeutlicht: "Ich bin in der physischen Welt aufgewachsen und ich spreche Englisch, die nächste Generation wächst in der digitalen Welt auf und sie spricht sozial." Wie man bei Burberry gesehen hat, führt ein ernsthafter Umgang mit den sozialen Medien letztlich zu mehr Handel und Umsatz.

4 - Personalisierung und Integration in das Leben der Menschen

Obwohl Apple oft als der größte Einzelhändler der Welt angesehen wird, steht er hinter dem chinesischen Supermarktriesen Hema an zweiter Stelle. Der Schlüssel zur Eroberung der Größe von Hema ist das vollständig personalisierte und bequeme Einkaufserlebnis, bei dem die gesamte Wertschöpfungskette im Einzelhandel vollständig digitalisiert ist. Das Geheimnis? Hinter jeder einzelnen Interaktion steht eine Datenerfassung. Von dem Moment an, in dem Sie die Hema-App öffnen, werden riesige Mengen an Daten gesammelt, um jedes Erlebnis mit Hema zu personalisieren und bequemer zu gestalten.

 

Während es also eine Welt der Wände gibt, in der wir mit anderen Marken in bestimmten Kategorien und Segmenten konkurrieren, gibt es auch eine Welt des Webs - und damit eine ganz neue Welt der Möglichkeiten. Durch die Kombination von Technologien, die Interaktivität und Verbindungen mit den Verbrauchern ermöglichen, die sowohl emotional als auch funktional sind, verändert die Zukunft der Wirtschaft die Art und Weise, wie wir unser Leben leben.