Zurück

Rückblick zu den Platform-after-work-sessions in Düsseldorf

An unserem Düsseldorfer Standort durften wir gleich zwei Mal unsere Gäste zum Platform-After-Work-Düsseldorf willkommen heißen. In kleiner, intimer Runde aus Marketing- und Strategiechefs bzw. Vorständen von Unternehmen wie Daimler, Vorwerk, Gothaer, PwC, Innogy oder Grohe diskutierten wir gemeinsam die Chancen der Plattform-Ökonomie.

Basis der gemeinsamen Diskussionsrunde bildete eine kurze Einführung in die Welt der Plattform-Geschäftsmodelle durch unsere Senior Partner Björn Sander und Marc Scherer. Der Erfahrungsaustausch zu den Herausforderungen der teilnehmenden Unternehmen ließ einige Parallelen aber auch Unterschiede in der Herangehensweise an die Plattform-Thematik erkennen. Die Diversität der Unternehmen bzw. Branchen belebte ebenfalls die kurze Work Session, in der erste spannende Ansätzen und Potenziale für Plattform-Geschäftsmodelle erarbeitet wurden. Zu guter Letzt fanden sich alle Gäste zu einer Networking-Runde zusammen, welche den Abend mit angeregten Diskussionen abrundete.

 

Platform-after-work-düsseldorf

Beide Events ergaben inspirierende Erkenntnisse, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

#1 HERAUSFORDERUNGEN DER FÜHRUNGS- & ORGANISATIONSKULTUR: VISIONÄRES UMDENKEN ANREGEN

Komplexe Organisations- und Führungsstrukturen hemmen die Innovationskraft vieler Unternehmen. Zum einen zielen die meisten Strukturen, ebenso wie Investments, auf eine kurzfristige Erfolgsmessung ab. Diese operative Getriebenheit vernebelt den Weitblick für strategische, zukunftsgerichtete Themen, die es aber mit Ausdauer und Nachdruck zu verfolgen gilt, u.a. die Relevanz von Plattform-Geschäftsmodellen. Andererseits ist die Ausgliederung der Innovationsarbeit in eigenständigen Units auch mit der Gefahr der Silo-Bildung verbunden. Deshalb ist es wichtig, trotzdem die Nähe zu Unternehmenszielen und Stakeholder-Interessen zu wahren.

Die treibende Kraft hinter einer organisationalen Transformation in Richtung Agilität, flacher Hierarchien und Zukunftsorientierung muss das Top-Management selbst sein. Diese Werte gilt es als integralen Bestandteil der Unternehmens-DNA zu verankern und eine breite Akzeptanz für die Zukunftsvision des Unternehmens zu schaffen.

#2 RESSOURCEN UND ASSETS ALS ERFOLGSTREIBER: UNTERNEHMENSEIGENE TRÜMPFE AUSSPIELEN

Um sich gegen innovative Player wie Amazon behaupten zu können, gilt es, die unternehmenseigenen Ressourcen und Assets als Nährboden für den Aufbau von Plattform-Geschäftsmodellen zu nutzen. Diese dienen als Basis für eine erfolgreiche Markteinführung. Danach ist allerding das Loslösen vom Unternehmen und dessen starren Strukturen entscheidend. Eine Engstelle für den Aufbau von Plattformen stellt die technische Umsetzbarkeit dar. Die Knappheit an Fachkräften über das gesamte IT-Spektrum hinweg, hemmt die erforderliche Agilität des Unternehmens.

Die Hebelwirkung von Ressourcen und Assets ist oftmals erfolgsentscheidend für den Aufbau von Plattform-Geschäftsmodellen. Wichtig ist daher zu wissen, welche Assets im Unternehmen und dem erweiterten Ökosystem vorhanden sind und wie durch diese Kundennutzen generiert werden kann.

#3 DAS RICHTIGE MINDSET: SELBST ZUM DISRUPTOR WERDEN

Unternehmen müssen umdenken, wenn sie Plattform-Potentiale für sich erkennen wollen. Die bisherige Pipeline-Logik vernachlässigt die Möglichkeiten des Ökosystems. Durch Kooperationen lässt sich neuer Mehrwert für den Kunden generieren, welcher letztendlich über den Erfolg und das exponentielle Wachstum einer Plattform entscheidet. Ohne eine gesteigerte Risikobereitschaft lassen sich nur schwer Vorteile gegenüber dem Wettbewerb erzielen. Gescheiterte Initiativen einer Plattform-Etablierung sollten nicht als Rückschritt gewertet, sondern im Sinne einer Failure-Culture als Wissensvorsprung zu Nutze gemacht werden.

Alte Muster müssen abgelegt werden, um den nachhaltigen Erfolg einer Plattform zu sichern. Der Kundenmehrwert wird in Zukunft nicht mehr entlang der Wertschöpfungskette nur eines Unternehmens produziert, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel der beteiligten Parteien einer Plattform.

#4 PLATTFORMEN ALS PROBLEMLÖSER: GESAMTHEITLICHE LÖSUNG ANBIETEN

Der Mehrwert einer Plattform entsteht durch die Integration verschiedener Teilnehmer und die Bündelung deren Services zu einer Gesamtlösung. Ein Unternehmen oder Teilnehmer allein ist daher nicht in der Lage, eine vergleichbar exponentielle Mehrwertsteigerung zu generieren. Daher gilt es, das erweiterte Ökosystem für den Aufbau einer Plattform zu nutzen. Aus Kundensicht reduzieren Plattformen die Komplexität von Alltagsproblemen. Der Mehrwert liegt in einer ganzheitlichen Lösung, die verschiedene Einzelservices nahtlos integriert und letztlich zur Loyalisierung des Kunden führt.

Die Hebelwirkung von Ressourcen und Assets ist oftmals erfolgsentscheidend für den Aufbau von Plattform-Geschäftsmodellen. Wichtig ist daher zu wissen, welche Assets im Unternehmen und dem erweiterten Ökosystem vorhanden sind und wie durch diese Kundennutzen generiert werden kann.

#5 SHARED VALUE MINDSET: UNTERNEHMENSHORIZONT ERWEITERN

Die Angst sich zu öffnen und die eigene Kernkompetenz gegenüber Wettbewerbern preiszugeben, hemmt viele Unternehmen. Wenn sie allerdings Plattform-Potentiale für sich erkennen wollen, gilt es umzudenken und über Unternehmensgrenzen hinweg nach ganzheitlichen Lösungen zu suchen. Nur durch die Vernetzung im Ökosystem und die bewusste Demokratisierung von Wissen lässt sich neuer Mehrwert für den Kunden generieren, welcher letztendlich über den Erfolg und das exponentielle Wachstum einer Plattform entscheidet.

Es gilt, die unternehmenseigenen Stärken auf innovative Geschäftsmodelle zu übertragen. Gerade weil der Kundenmehrwert durch ein komplexes Zusammenspiel der Plattform-Teilnehmer generiert wird, gilt es sich gegenüber dem Ökosystem zu öffnen und seine Kernkompetenz neu zu erfinden.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für einen gelungenen Abend mit spannenden Diskussionen und einem angeregten Austausch zu Plattform-Geschäftsmodellen.

Gemeinsam mit unseren Kunden beschäftigen wir bei Vivaldi uns mit Plattform-Geschäftsmodellen und wie damit Netzwerkeffekte und Wachstum erzielt werden können. Im Rahmen eines zweitägigen Workshops erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen, wie Sie „Platform Thinking“ auch auf Ihr Geschäftsmodell anwenden können, um den Erwartungen Ihrer Kunden gerecht zu werden und neue Einnahmequellen aufzudecken.